Die Verbraucherforschung erhebt als Baustein der allgemeinen Marktforschung einen teilweise wissenschaftlichen Anspruch. Sie gewinnt auf verschiedenen wegen Daten über zu untersuchende Produkte. Dabei fließen Kundenerfahrungen und Meinungsäußerungen ein. Schon im Vorfeld der Produktion eines geplanten Artikels lassen sich mittels der Verbraucherforschung einige grundlegenden Informationen zur Akzeptanz und zum Marktpotenzial eines Artikels gewinnen. Für bereits etablierte Produkte liefert Verbraucherforschung Hinweise auf Verbesserung und Weiterentwicklung durch das analysierte Feedback der Kunden. Der zu betreibende Aufwand für die einzelnen Verfahren der Verbraucherforschung variiert je nach der angewandten Maßnahme. Unterschieden werden in der Regel 2 große Gruppen der Forschungsmethoden, nämlich die qualitative und die quantitative Verbraucherforschung.
Die qualitativen Methoden der Verbraucherforschung
Sie verursachen eher geringen Aufwand und beteiligen eine überschaubare Anzahl an Personen an den Untersuchungen. Die qualitative Ermittlung von Verbrauchermeinungen dient meist der Entwicklung von Ideen oder der Vervollständigung von angestrebten Produkteigenschaften vor der endgültigen Konzeption eines Prototyps. Geeignet sind dafür Diskussionsgruppen von etwa 10 Personen, die sich gegenseitig zu Kommentaren und Ideen zum Produkt im Laufe eines Gespräches animieren. Für schon im Handel erhältliche Artikel sind Kundenbefragungen per Telefon oder Hausbesuche ein häufig angewandtes Verfahren. Der Interviewer stellt dabei gezielte Fragen an die Testprobanden und notiert die Antworten zu späterer Auswertung. Eine weitere Variante stellt die Kundenbefragung im Ladenlokal dar. Hier können Kunden direkt während oder nach ihrem Entscheidungsprozess über ihre Beweggründe zum Kauf eines bestimmten Produktes befragt werden.
Verbraucherforschung nach quantitativen Gesichtspunkten
Sie verlangen größeren Zeitaufwand und höheren Personalansatz. Die Testpersonen können etwa zum Führen eines Produkttagebuches angehalten werden. So entwickeln sich Langzeiterfahrungen für die Anwendung bestimmter Produkte. Die Tagebücher können online an die auswertenden Stellen übermittelt werden. In sogenannten Blindtests werden Produkte ohne Angaben des Herstellers zum Gebrauch übergeben. Die Tester äußern sich in regelmäßigen Abstanden über ihre Eindrücke und Erfahrungen mit dem Produkt. Auch hier können die Ergebnisse online zur Analyse übermittelt werden. Der Test zum Funktionieren eines Artikels gemäß der geplanten Werbung wird in einem ähnlichen Verfahren ermittelt. Den Probanden wird zunächst die Werbung vermittelt und dann das Produkt zum Gebrauch überlassen. Aus dem Feedback werden die Zufriedenheit und das Treffen der erzeugten Erwartungshaltung beurteilt. Die Verbraucherforschung nutzt leicht abgewandelte Verfahren auch zur Qualitätskontrolle und Langzeitzufriedenheit der Kunden. So gewinnt der Hersteller wichtige Informationen zur Verbesserung seines Produktes und kann neben einer technischen Verbesserung durch Modellpflege seines Produktes gleichzeitig die Inhalte für die neue Werbebotschaft entnehmen, mit der das Nachfolgeprodukt zukünftig den Verbrauchern präsentiert werden kann.
